Historie
Die Geschichte des tabeatheaters ist wie jede gute Theatergeschichte voller Liebe, Leidenschaft, Hass, Krieg und Frieden. William Shakespeare, Romeo und Julia und sogar der Papst sind beteiligt, es wurde und wird geliebt, gehasst, gelacht, geweint, getrunken, gegessen und einmal sogar der Weltfrieden gerettet.
Im Jahre 2000 debütierte tabeatheater und ließ gleich einen Klassiker der Theaterkunst auf der Bühne erscheinen. Kein geringerer als William Shakespeare persönlich, nebst seiner wahrscheinlich bekanntesten Schöpfungen Romeo und Julia liebten und litten auf der Bühne der Kulturwerkstatt ("Es war die Lerche" von Ephraim Kishon). Schonungslos wurde dem Publikum gezeigt, wie es wirklich um dieses wohl berühmteste Liebespaar bestellt gewesen wäre, wenn - ja wenn...
Zwei Jahre später ging tabeatheater noch weiter. 2002 ließ man einen Lord nicht seinen Selbstmord, sondern gleich 400 Jahre überleben ("Gentleman aus der Familiengruft von Imre Bencsik). Ein Zeitsprung, der für einige Verwirrung sorgte und tiefere Einsichten in die Psyche von Männern und Frauen erlaubte.
Nach so vielen scheinbar Toten und ihrem Liebesleben wurde es 2003 Zeit, größer und welträumiger zu denken. Was lag da näher, als sich um den Weltfrieden zu kümmern. Hierzu schreckte tabeatheater nicht einmal davor zurück, den Papst zu entführen ("Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde" von Joao Bethencourt). Eine Maßnahme, die - wenn auch nur kurzfristig - durchaus zum Erfolg führte. Wer so weit gegangen ist, läuft Gefahr an seine Grenzen zu geraten, doch für tabeatheater gilt "Genug ist nicht genug".
Und so ließ man im Jahre 2004 einen Menschen namens Erich auf seine Familie und das Publikum los, welches am Ende sogar gezwungen wurde, diesem schrecklichen Kerl ein Geburtstagsständchen zu bringen ("Genug ist nicht genug" von Nick Walsh). Wieder einmal waren dem Publikum tiefe Einblicke in die Abgründe menschlichen Zusammenlebens vergönnt.
Im Jahre 2005 widmete tabeatheater sich in vier ausverkauften Vorstellungen erneut den Themen Liebe und Familie: In dem Theaterstück "Der Trauschein" von Ephraim Kishon. Auf unserer "Galerie-Seite" erhalten sie davon einen kleinen Einblick.
2006 war es dann an der Zeit, sich anderen menschlichen Problemen zu widmen. Molières "Eingebildeter Kranke" erwies sich als immer noch zeitgemäßer Blick auf menschliche Schwächen. Natürlich kam auch die Liebe nicht zu kurz und forderte den Beteiligten einiges ab, um zum Happy End zu gelangen. Und es gab eine Premiere: zum ersten Mal wurde auf der Bühne des tabeatheaters gesungen. Eine Tatsache, die dem Publikum teilweise spontane Äußerungen entlockte.
Das Jahr 2007, das verflixte siebte Jahr, nahm tabeatheater zum Anlass, sich noch einmal dem größten aller Liebespaare zu widmen. Die Neuinszenierung des Stückes "Es war die Lerche" von Ephraim Kishon wurde zu einem großen Erfolg mit einer neuen Zahl an Aufführungen und einem Besucherrekord. Und weil Romeo und Julia am Ende wieder aufstanden und weiterspielten, sah auch tabeatheater der nächsten Produktion mit Vorfreude entgegen.
2008 wurde es ein wenig botanisch: „Die Kaktusblüte“ von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy – ein Stück für Liebende und Nicht-Liebende, Paare und Singles und solche, die es werden wollen. Und der Beweis, dass auch ein Termin beim Zahnarzt amüsant sein kann.
2009 war das Jahr des Umzugs, von der Studiobühne in den großen Saal der Kulturwerkstatt. Die persönliche Atmosphäre blieb erhalten, doch es gab endlich Platz auf der Bühne für die Akteure und Luft für die Zuschauer. "Der letzte Raucher" von Rolf Kindler, war ein Stück über Raucher und Nichtraucher, die Ehe und das Leben als Single, über Weltverbesserer und Zyniker, über Männer und Frauen, Karrieristen und Kollegen und über die Art, wie wir mit dem andern und seinen Eigenschaften umgehen. Kurz: ein Stück für alle, die nicht auf einer einsamen Insel leben. Ein Stück, in dem viele Zuschauer bekanntes entdeckten. Und eine Geschichte mit Feuer.
2011 sahen einige der Darsteller alt aus. Joe Di Pietros Stück „Was zählt, ist die Familie!“ handelte vom Essen. Und von vorbehaltloser Liebe. Ein Stück über Enkel und Großeltern, über sonntägliche Familienessen, über Dinge, die sich ändern, und Dinge, die bleiben. Ein Stück für alle, die eine Familie haben und Pasta mögen.
Die Fortsetzung der Geschichte des tabeaTheaters wird im Februar 2012 geschrieben. Wir freuen uns schon.